Hypersonica sichert 100 Millionen Euro Series-B-Finanzierung für den Aufbau souveräner Abschreckung in Europa

Das deutsch-britische Verteidigungsunternehmen Hypersonica, das souveräne Deep-Strike-Hyperschallsysteme für Europa und seine Verbündeten entwickelt, hat den Abschluss seiner Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen Euro bekannt gegeben. Diese wird gemeinsam von Lightspeed und General Catalyst angeführt; auch bestehende Investoren, darunter Plural, 201 Ventures und die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), beteiligen sich erneut.
In einem zunehmend angespannten sicherheitspolitischen Umfeld funktioniert Abschreckung nur dann, wenn potenzielle Gegner wissen, dass Europa sich entschlossen, schnell und über große Entfernungen hinweg verteidigen kann. Glaubwürdig abschreckt aber Europa nur, wenn seine weitreichenden Deep-Precision-Strike-Systeme den Fähigkeiten potenzieller Gegner gewachsen sind. Hyperschallgeschwindigkeit und hohe Manövrierfähigkeit machen dabei bestehende Raketenabwehrsysteme und -architekturen dieser Gegner obsolet.
Mit der Series-B-Finanzierung wird Hypersonica die Entwicklung seiner Deep-Strike-Systeme weiter beschleunigen, die Testfrequenz erhöhen und seine Aktivitäten sowie die Reindustrialisierung in Europa vorantreiben. Zugleich trägt das neue Investment dazu bei, hunderte hochqualifizierte Arbeitsplätze in Entwicklung und Produktion in Deutschland und Großbritannien zu schaffen.
Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem europäische Regierungen zunehmend von der Diskussion über den Bedarf an weitreichenden Präzisionsschlagfähigkeiten zur Finanzierung konkreter Programme übergehen, die der Stärkung der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit Europas dienen. Der britische „Defence Investment Plan“ sieht für das deutsch-britische Deep Precision Strike (DPS)-Programm unter dem Trinity-House-Abkommen zunächst rund 900 Millionen Euro (770 Millionen Pfund) über einen Zeitraum von vier Jahren vor. Eine im Juli angekündigte NATO-geführte multinationale Initiative sieht darüber hinaus Investitionen von rund 43 Milliarden Euro (37 Milliarden Pfund) in DPS-Fähigkeiten über die kommenden zehn Jahre vor. Die Frage ist nicht mehr, ob Europa diese Fähigkeiten braucht, sondern welches Unternehmen eine glaubwürdige Abschreckung mit der Geschwindigkeit und zu den Kosten liefern kann, die die europäischen Regierungen benötigen.
Seit dem Abschluss seiner Series-A-Finanzierung hat sich Hypersonica als führendes Unternehmen bei der Entwicklung europäischer Abschreckungsfähigkeiten im Hyperschall-Bereich etabliert. Im Februar testete das Unternehmen erfolgreich seinen Prototyp HS-1. Dabei wurden Geschwindigkeiten von über Mach 6 bei einer Reichweite von mehr als 300 Kilometern erreicht – ein Meilenstein, der erstmals einem privat finanzierten europäischen Verteidigungsunternehmen gelang.
Darüber hinaus wurde dieser Meilenstein dank eines besonders kosteneffizienten Entwicklungsansatzes erreicht, der die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um mehr als 80 Prozent senkt. Seit dem Testflug im Februar hat das Unternehmen sein Ingenieurteam erweitert, die Zusammenarbeit mit Regierungen intensiviert und seine Partnerschaften innerhalb der europäischen Verteidigungsindustrie ausgebaut.
Die Hypersonica-Gründer Dr. Philipp Kerth (CEO) und Dr. Marc Ewenz (CTO) erklärten:
„Die Debatte darüber, ob Europa hypersonische Deep-Strike-Fähigkeiten benötigt, ist beendet. Die Regierungen haben die Fähigkeitslücke erkannt und begonnen, entsprechende Programme zu finanzieren. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Fähigkeiten tatsächlich bereitzustellen. Europa braucht glaubwürdige Hyperschall-Fähigkeiten für weitreichende Präzisionsschläge – und mehr Wirkung für jeden investierten Euro und jedes investierte Pfund.“
„Wir haben gezeigt, dass sich Hyperschall-Systeme der nächsten Generation in Europa schneller und kostengünstiger entwickeln lassen als allgemein angenommen. Und wir sind stolz darauf, von Investoren unterstützt zu werden, die wie wir überzeugt sind: Europa muss in der Lage sein, fortgeschrittene strategische Fähigkeiten selbst zu entwickeln und zu fertigen."
„Mit der Series B gehen wir den Schritt von der Demonstration zur Umsetzung. Die Finanzierung wird unsere Entwicklung beschleunigen, die Testfrequenz erhöhen unddie Reindustrialisierung Europas unterstützen.“
Alexander Schmitt, Partner bei Lightspeed, sagte: „Hypersonica definiert neu, wie fortgeschrittene Verteidigungsfähigkeiten entstehen. Das Team verbindet erstklassige technische Expertise mit außergewöhnlichem Umsetzungstempo – und der Umfang unseres Investments reflektiert das Vertrauen in ihre Fähigkeit, zuverlässig zu liefern."
Jeannette zu Fürstenberg, Präsidentin und Managing Director bei General Catalyst, sagte: „Strategische Autonomie beginnt damit, kritische Technologien schnell, im großen Maßstab und zu einem Bruchteil der Kosten herzustellen, die traditionelle Systeme erfordern. Genau das tun Philipp, Marc und das Team von Hypersonica. Sie verbinden den Ehrgeiz, eine der wichtigsten Fähigkeitslücken Europas zu schließen, mit der technischen Kompetenz, um sie tatsächlich zu lösen. Durch Europas Investitionen in seine Sicherheit und Widerstandsfähigkeit, werden Unternehmen wie Hypersonica zu einem entscheidenden Faktor dabei, Ambitionen in reale Fähigkeiten zu übersetzen.
Hypersonica hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2029 Deep-Strike-Systeme im Hyperschall-Bereich zu entwickeln und eine breitere europäische Technologie- und Produktionsbasis auszubauen.
Hypersonica entwickelt, besitzt und kontrolliert seine eigene Technologie in Europa und verfolgt das Ziel, europäischen Verbündeten souveräne, ITAR-freie Fähigkeiten bereitzustellen. Auch mit der Unterstützung internationaler Investoren bleibt die Mission des Unternehmens unverändert: Europa dabei zu unterstützen, Abhängigkeiten zu reduzieren, souveräne Fähigkeiten aufzubauen und strategische Ambitionen in industrielle Wirksamkeit zu überführen.
---
Pressekontakt: media@hypersonica.com